Mitarbeiterumfrage als Employee Branding

Mitarbeiterumfrage als Employee Branding

Mitarbeiterumfrage als Employee Branding nutzen

Jeder, der meine Blogs liest oder auch schon einmal persönlich mit mir gesprochen hat, weiß: Mitarbeiter sind für mich das A und O eines gesunden und erfolgreichen Unternehmens. Und ich gehe noch einen Schritt weiter. Funktioniert hier das Employee Branding nicht, hat es sich auch mit der Mitarbeitergewinnung.

Was ist Employee Branding (Arbeitnehmer Branding)?

Branding gibt es gewissermaßen, seit es uns Menschen gibt. Auch, wenn dieses nicht immer als solches verstanden beziehungsweise bewusst eingesetzt wurde. Der Begriff Branding stammt dabei aus der Viehwirtschaft. Genauer gesagt, der Rinderzucht. Hier erhält auch heute noch jede Wiederkäuer sein Brandzeichen, sein Branding eben.

Was ist die Bedeutung von Employee Branding?

Kurz & knapp und einfach ausgedrückt:

Employee Branding ist der Prozess, bei dem die Mitarbeiter mit der Mission, den Werten und der Vision Ihres Unternehmens vertraut gemacht werden – was sie dazu motiviert, diese Botschaften an Kunden, Stakeholder, Interessenten und andere Mitarbeiter weiterzugeben.

Das heißt, das Employee Branding eines Unternehmens ist der Stempel, den die Führungsetage ihrem Unternehmen in der Außenwahrnehmung aufdrückt. Damit das aber überhaupt umgesetzt werden kann, bedarf es einiger wichtiger Kriterien:

  • Deine Mitarbeiter müssen sich mit Deinem Unternehmen identifizieren
  • Sie müssen Deine Werte, Ansichten und Philosophien teilen und auch leben

Warum das so ist? Sie sollen letztlich Dein Unternehmen nach außen hin repräsentieren. Also zum Beispiel dann, wenn es darum geht:

  • Dich als Arbeitgeber weiterzuempfehlen
  • Deine Produkte und Dienstleistungen an die Kunden zu bringen
  • Ein positives Bild der in Deinem Unternehmen herrschenden Arbeitsbedingungen zu zeichnen

Schon gewusst? Tatsächlich ist die Stimme Deiner Mitarbeiter dreimal so tragend, wichtig und ausschlaggebend, wie Deine eigene. Das heißt: Deine Mitarbeiter und ihre Ansichten entscheiden, wie Dein Unternehmen wirklich wahrgenommen wird – und nicht etwa Du als Geschäftsführer.

Employee Branding vs. Employer Branding

Neben dem Employee Branding gibt es zudem das Employer Branding. So ähnlich die beiden Begriffe klingen – und es gibt durchaus auch Schnittmengen in der Definition – so wenig sollten sie miteinander verwechselt werden. Im Gegensatz zum Employee Branding wird das Employer Branding – das sich in erster Linie um Deine Person und Dein Unternehmen dreht – von der Führungsetage forciert.

Komme also bitte nicht auf den Gedanken, mit einem erfolgreichen Employer Branding hättest Du bereits alles getan, um Deine Mitarbeiter glücklich zu machen – auch, wenn diese Form des Branding ebenfalls essentiell wichtig für Deine Firma ist. Und durchaus auch durch diese Dinge zur Mitarbeiterzufriedenheit präsentieren kann:

  • Arbeitsmoral und Arbeitskultur
  • Karrierechancen und Aufstiegsmöglichkeiten
  • Vorzüge, die die Arbeit im Unternehmen mit sich bringt

Wie hilft eine Mitarbeiterbefragung beim Employee Branding?

Ich habe es eingangs erwähnt: Ein gutes Employee Branding ist eine Beschreibung der Mitarbeiterstimmung. Sind Deine Mitarbeiter zufrieden, kommen gerne zur Arbeit und identifizieren sich mit Deinem Unternehmen, den Produkten und Dienstleistungen, wird es als gutes Employee Branding wahrgenommen. Ich verdeutliche es einmal mit einigen Fragen und Aussagen aus meiner Mitarbeiterumfrage der MAUS.

  1. Meine Arbeit ist für mich einfach nur ein Job.
  2. Unsere Führungskräfte zeigen Anerkennung für meine Arbeit.
  3. Ich engagiere mich gerne für dieses Unternehmen.
  4. Ich komme gerne zur Arbeit.

Aus diesen Kernaussagen lassen sich Schlüsse auf die Wünsche der Mitarbeiter ziehen. Das Employee Branding nun ist die Außendarstellung in Bezug auf das Klima unter Deinen Mitarbeitern. Dieses kann sich unter anderem durch O-Töne, Fotos oder einen Award über die Mitarbeiterzufriedenheit ausdrücken.

Entscheiden sich Deine Mitarbeiter für Aussagen wie „Ich engagiere mich gerne für dieses Unternehmen“, kannst Du davon ausgehen, dass Deine Mitarbeiter Dein Unternehmen nach außen hin entsprechend repräsentieren werden.

Beantwortet ein Gros Deiner Mitarbeiter dagegen Aussagen wie „Meine Arbeit ist für mich einfach nur ein Job“, kannst Du getrost davon ausgehen, dass Deine Mitarbeiter dagegen nicht dazu beitragen, dass die Außenwahrnehmung Deines Unternehmens eine positive ist.

Aber warum kann es überhaupt so weit kommen? Erneut lasse ich Zahlen sprechen – und nicht nur Umfrageergebnisse:

  • Circa 60 % aller Unternehmen haben keine langfristige Strategie für ihre interne Kommunikation.
  • Das bedeutet, dass circa 74 % aller Mitarbeiter das Gefühl haben, nicht an wichtigen Entscheidungen beteiligt zu sein.
  • Und wiederum 72 % haben den Eindruck, dass sie keinen Plan haben, was in dem Unternehmen überhaupt vor sich geht.

Gehen wir noch einen Schritt weiter. Unterstützt wird dieser wenig positive Trend von einer Gallup-Umfrage aus dem Jahr 2018. Diese bestätigt, dass unzufriedene Mitarbeiter – weil sie entweder im Dunkeln gelassen werden oder aber nicht ausreichend Wertschätzung erhalten – innerlich kündigen. Und das zu einem erschreckenden Prozentsatz – so soll bereits jeder 7. Mitarbeiter keine emotionale Bindung zum Unternehmen haben in dem sie arbeiten.

Trifft das auch auf Dein Unternehmen / Mitarbeiter zu, kannst Du Dir wohl ausmalen, was das für Dich und Deinen Betrieb bedeuten wird – und warum das Deiner Konkurrenz ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk bescheren wird, denn Deine MA sind quasi schon auf dem Weg dorthin. Und wie Du nun weißt, hat diese Tendenz sehr wohl etwas mit Deinem Employee Branding zu tun.

Und das heißt in logischer Konsequenz: Eine Mitarbeiterumfrage ist hier nicht nur hilfreich, sie ist essentiell wichtig für das Fortbestehen Deines Unternehmens – und hilft Dir dabei, Dein Employee Branding erfolgreich umzusetzen.

 

Kerk Behrens

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